De-Baby-Boom-Bu

Er ist „Oaner vun de Meischde“, Franz Kain – der Bu aus der Baby-Boom-Zeit. Einer von denen, die Deutschland mit dem Rollator-Geschwader überrollen. Der 1964 in Mannheim geborene Kabarettist gehört zum geburtenstärksten Jahrgang in Deutschland überhaupt. Darauf ist er stolz und erzählt in seinem neuen Programm „De Baby-Boom-Bu“ auch aus seiner Jugend, in der Leckmuscheln eine „babbische Zuckerschnut“ verursachten. Und dann half angeblich nur noch eins: Muttis Spucke!
Franz Kain verknüpft seine Erinnerungen mit dem Blick auf die Gegenwart („Aus antiautoritär erzogenen Kindern sind Reformhaus-Rambos geworden“) und auf die Zukunft: Was kommt auf ihn zu, den Baby-Boom-Bu? Hat die Fiktion die Realität in vielen Bereichen nicht schon längst überholt, in Zeiten, in denen Roboter schon klüger sind als der Mensch?
Wo führt das noch hin, wenn Menschen sich selbst zu Robotern machen und sich Chips als Ersatz für den Haustürschlüssel einpflanzen lassen? Oder Frauen nur noch Mutter werden, um sich mit anderen Müttern über App-Erfahrungen auszutauschen? Was bringt die Zukunft für den Baby-Boom-Bu? Gibt es überhaupt irgendwann den Rentner Kain, der mit dem Pfand für gesammelte Flaschen die Butter für das Brot zusammenkratzt? Oder heißt es „Rent-A-Kain“?